Allgames – Christian Waluszek

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Quelle: carlsen.de

Allgames von Christian Waluszek erschien vor Kurzem als Taschenbuch im Carlsen-Verlag und handelt von dem Jugendlichen Computerfreak Adrian. Das Weisenkind verbringt am Liebsten seine Freizeit in sogenannten Adventure-Eggs, eiförmige Spieleautomaten die einen in eine aufregende und erlebnisreiche Welt befördern. Finanziert werden die Spiel-Groß-Projekte mit Echtgeld, denn nur, wer sein Guthaben auflädt, kann auch an den magischen und futuristischen Abenteuern teilnehmen. Als Adrian aufgrund eines Programmierwettbewerbs mit dem Spielekonzern in Kontakt tritt, weiß er noch nicht, dass er schon bald Teil des gnadenlosen Systems von Allgames sein wird. Was ist real und was ist Fiktion?

Meine Meinung: Allgames beginnt mit einer Einführung in die wirkliche Welt von Adrian. Gleich zu Beginn wird der Leser jedoch nicht in die reale, sondern sofort in die Cyber-Welt eingeführt. In dieser kämpfen die Jugendlichen gegen alte Maya-Götter, fliegen mit Raumschiffen auf Kriegsmissionen und hoffen dabei auf das große Geld. Der Einstieg in die Geschichte war für mich persönlich ein wenig seltsam, da man zu Beginn erst einmal denkt, man hat ein „Perry Rhodan“-Heft in der Hand. Nach dem verwirrenden Einstieg geht es jedoch relativ zügig voran und man lernt schnell die richtige Welt von Adrian und seinen Freuden kennen. Schon bald wird er jedoch in das System von Allgames integriert, agiert mit den anderen Programmierern und gelangt immer tiefer in die Welt der Spiele. Nach ein paar langatmigen Stellen zu viel wird der Leser jedoch mit einem spannenden Ende belohnt, das noch einmal klar macht, wie gering heutzutage die Grenzen zwischen Realität und Fiktion sind.

Charaktere: Allgames kommt mit sehr wenigen Charakteren aus. So ist da Adrian, der junge Computernerd, der immer nur ans Computerspielen denkt und in seiner Freizeit auch gerne programmiert. Mit seiner faulen und sehr jugendlichen Art konnte er mich als Leser überzeugen und begeistern. Im späteren Verlauf der Geschichte wird noch ein weiterer Charakter eingeführt, der eine wichtige Rolle spielt und einen frischen Wind in die Geschichte bringt.

Stil & Aufbau: Die komplette Geschichte wird aus der Sicht von Adrian erzählt und geschildert. Ich als Fan von mehreren PoV (Point Of Views) finde das weiterhin nicht schlimm und habe die etwas längeren Kapitel zügig gelesen. Der Schreibstil des Autors ist einfach zu lesen und auch die technischen Fachbegriffe wie zum Beispiel „Compiler“ wurden richtig verwendet und für den Leser verständlich erklärt.

Fazit: Allgames ist ein spannender Jugendroman, der aufzeigt, wie gefährlich die „Virtual Reality“ sein kann und wie gering oft die Grenze zwischen Wirklichkeit und Fiktion ist.

3federn

2 Kommentare

    • Jonas schreibt:

      Es ist auf jeden Fall sehr ‚fantastisch‘, denn die ganzen neuen Ideen und Konzepte sind schon echt cool ausgedacht. Einfach mal reinlesen, bzw. in die Leseprobe reinschnuppern ;-) lg jonas

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