Die unterirdische Sonne – Friedrich Ani

die-unterirdische-sonneKlappentext: Am Rand der Nacht, in der Stille der Nacht allein – Eine Insel. Ein Haus. Ein Keller. Fünf Jugendliche, die mit Gewalt darin festgehalten werden. Kein Tageslicht. Und täglich wird einer von ihnen nach oben geholt. Doch niemand spricht über das, was dort geschieht. Denn wer spricht, stirbt, bekommen sie gesagt. Die Lage scheint aussichtlos, und Angst, Wut, Schmerz, Verzweiflung und Sehnsucht lassen die Jugendlichen beinahe verrückt werden. Doch nichts kann sie retten vor den schrecklichen Dingen, die geschehen. Bis ein neuer Junge zu ihnen gebracht wird, der nicht bereit ist, die Gewalt zu akzeptieren.

Meine Meinung: Am Anfang wird der Leser ein wenig zu sehr ins Geschehen geworfen – so wusste ich am Anfang nicht wo Vorne und Hinten ist und war ein wenig verwirrt. Nach und nach werden jedoch die einzelnen teilweise noch sehr kindlichen Charaktere eingeführt und deren Vorgeschichte erzählt. Einige der Gefangenen sind ja auch noch Kinder, daher gestalten sich die Dialoge auch an manchen Stellen dementsprechend. Es wird jedoch langsam eine gewisse Grundspannung geschaffen, die sich durch das Buch zieht, aber nicht merkbar erhöht wird. So will man natürlich wissen, wieso weshalb und warum die Kinder entführt wurden und auch wohin! Leider steigert sich diese Grundspannung nur ganz langsam und es dauert, bis das Buch ein wenig in Fahrt kommt. Ich habe mich sehr schwer getan mich mit den Charakteren zu identifizieren, selbst durch die vielen Rückblicke in deren Leben vor dem Keller. So hatte ich Probleme die Charaktere zu unterscheiden, da sich diese einfach in vielen Aspekten für meinen Geschmack zu ähnlich sind. Sie sind alle klein und auf irgendeine Art unausstehlich, erzählen ihre !überaus! nerven-kitzelnden Vorgeschichten, sodass man mit den Charakteren weniger ein liebevolles Band knüpfen will, sondern Ihnen eher einen Strick um den Hals legen möchte, damit es endlich vorbei ist. Vielleicht bin ich einfach nicht der Typ für dieses Buch oder ich bin mit zu hohen Erwartungen in die ersten Seiten gestürzt … Ich wollte einfach Etwas wie Bunker Diary und habe leider nur unterirdisch Schlechtes bekommen. Die letzten 30 Seiten von Die unterirdische Sonne waren wiederum sehr spannend und fesselnd geschrieben, auch wenn ich mit dem verwirrenden und für mich total unzufriedenstellenden Ende leider nicht sehr viel anfangen konnte. 1/5

7 Kommentare

  1. Jack schreibt:

    MORGEN Jonas ;)

    Als ich schon KEINE Fanboyhafte Einleitung zum lesen bekam, WUSSTE ich einfach, das dir das Buch nicht gefiel. ^^
    Und das interessanteste an deiner Meinung dürfte der Aspekt mit dem „ich erhänge die Charaktere damit es endlich vorbei ist“ sein. ^^ Das sagt mehr aus als tausend Worte.

    Dann wünsche ich dir mehr Glück beim nächsten Buch. ;) KT klang interessant aber deine Kritikpunkte würden mir auch auf die Nerven gehen und einen zweiten Wahnsinnigen der die Jugendlichen in einen Keller sperrt und weiß Gott sonst was mit ihnen macht, brauchen sie sicherlich nicht ein zweites Mal. ^^

    Es grüßt
    ~ Jack

    • jonas schreibt:

      Huhu Jack, jetzt sehe ich es grad! 3.23 ist bei dir MORGEN? Ja ich war einfach nur genervt von den Charakteren, weil die sich alle so ähnlich waren und das kann ich überhaupt nicht ausstehen.

      Danke! Werde wahrscheinlich erst einmal Nachtsonne #2 fertig lesen – der erste Band hat mich ja sehr beeindruckt und der zweite ist bis jetzt auch MEGA! LG Jonas

      • Jack schreibt:

        Hey again :)

        Für mich schon ja. ^^

        NACHTSONNE steht wegen dir auch auf meinem eBook SuB und wird diesen Monat hoffentlich auch durchgelesen. :D Bin auf deine Rezi zu Teil 2 schon gespannt. ;)

        Dann schon mal lesestarkes Wochenende. :D

        Es grüßt
        ~ Der Jack

        • jonas schreibt:

          Ohje du armes Schwein! Ich trinke grad meine Tasse Kaffee und guck immer noch verschlafen drein ;-) :D Ja mal gucken zur Zeit ist es echt schwer, Zeit zum Lesen zu finden. Ich bewundere euch ja, ich könnte niemals soviel Lesen in einem Monat, wie ihr in eurem letzten Rückblick! LG Jonas

  2. Anne schreibt:

    Hey,

    cool mal jemanden zu finden, der von dem Buch auch nicht so begeistert war für ich. Überwiegend findet man ja komischerweise Rezis, die das Buch anpreisen-kann ich nicht nachvollziehen!

    LG
    Anne

  3. Beatrix Petrikowski schreibt:

    Der Plot bietet nicht viel an Handlung und scheint da eher langatmig. Erst zum Schluss kommt noch einmal Fahrt auf. Aber die Aussage des Romans, dass nämlich mitten unter uns Menschen Jahre gefangen gehalten werden, ohne dass es jemand mitbekommt, die ist wichtig.

    • jonas schreibt:

      Hallo Beatrix, da hast du natürlich recht. Aber leider war mir die Aufmachung einfach zu unspektakulär. Bei Bunker Diary fand ich dies viel besser gelöst! : ) LG Jonas

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