Du. Wirst. Vergessen. – Suzanne Young

duwirstvergessenIch habe seit langem mal wieder zu einer Dystopie gegriffen und habe mich sehr gefreut, als das Buch in meinem Briefkasten lag. „Du wirst vergessen“ von Suzanne Young erschien im August im Blanvalet-Verlag und hat mich richtig gefesselt und mitgenommen … Ein Buch voller Spannung, Liebe und Dramatik.

Inhalt: Allen Jugendlichen (alle Personen unter 18 Jahren) ist es nicht erlaubt, traurig zu sein oder in irgendeiner Weise negative Gefühle zu zeigen. Jeder versucht so gut wie möglich, nicht negativ aufzufallen, denn eine Träne zuviel und schon werden die Jugendlichen von den Männern in weißen Anzügen abgeholt und in „das Programm“ gesteckt. Warum das alles? Die Regierung glaubt aufgrund einer erhöhten Suizidrate unter Jugendlichen, dass Depression und Selbstmord-Gedanken ansteckbar sind. Dieses Problem versuchen sie durch Therapie und einer 6 monatigen Abkapselung zu unterbinden, doch die Jugendlichen stehen unter enormen Druck, denn fast jeden Tag wird jemand Anders mitgenommen und verschwindet. Mitten im Geschehen ist Sloane, die mit ihrem Freund hautnah erlebt, wie sich die Schlinge um die Jugendlichen immer weiter zuzieht.

Meine Meinung: „Du wirst vergessen“ beginnt gleich mitten im Geschehen und versetzt den Leser in eine Welt voller unterdrückter Gefühle, denn die Jugendlichen dürfen sich keinen emotionalen Fehltritt erlauben, sonst werden sie abgeholt und therapiert. Die Autorin hat mich mit dieser ausgezeichneten und bisher einzigartigen Idee sofort komplett überzeugt und mich an die Seiten gefesselt. Während des Lesens kam bei mir nie Langeweile auf, die Seiten fliegen nur so dahin und lassen den Leser immer tiefer in die dunklen Welten von „Du wirst vergessen“ versinken. Je mehr Sloane hinter die Machenschaften des Programms blickt, desto spannender wird die Geschichte. Doch wie viel Zeit bleibt den Jugendlichen noch, bevor sie alles vergessen haben? Und werden die, die das Programm hinter sich haben, jemals wieder selbst sein?

Charaktere: Die Charaktere habe ich von Anfang an in mein Herz geschlossen. Die Liebesgeschichte / das Verhältnis zwischen Sloane und ihrem Freund hat mir sehr gut gefallen. Es ist auch realistisch und glaubwürdig gestaltet. Besonders gut fand ich, dass man sehr viel über die Vergangenheit der einzelnen Hauptcharaktere erfährt und sich somit viel besser mit ihnen identifizieren konnte. Auch die Bösewichte waren sehr gut in die Geschichte integriert und ausgezeichnet gestaltet. Kurz und knapp: rundum zufrieden!

Still & Aufbau: Die Geschichte wird komplett aus der Sicht von der jungen Sloane geschildert, die hautnah erfahren muss, wie böse „das Programm“ wirklich ist. So taucht man immer wieder in die meist unterdrückte Gedanken- und Gefühlswelt ein, die in diesem Roman ein wahres Highlight ist und mir sehr gut gefallen hat. „Du wirst vergessen“ ist in sehr viele kleine Kapitel aufgeteilt, was ich sehr praktisch und gut finde (ich hasse ewig lange Kapitel).

Fazit: Mit „Du. Wirst. Vergessen.“ hat Suzanne Young einen erstklassigen Start einer neuen dystopischen Reihe abgeliefert und überzeugt durch eine wunderschöne, aber tragische Liebesgeschichte in einer vollkommen verkehrten und am Abgrund stehenden Gesellschaft. Ein Buch für alle Fans von „Die Tribute von Panem“ und „Die Bestimmung“.

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7 Kommentare

  1. Kay schreibt:

    Hallo Jonas,

    toll beschrieben! Die Geschichte wird einfach nur durch diese besondere Atmosphäre getragen. Ich fand es auch richtig, richtig gut!

    GvlG

    Kay

    • Jonas schreibt:

      Hallo Kay,

      ja ich freue mich schon auf den zweiten Band. Leider kommt Band 2 erst Anfang 2015 (es gibt leider noch keinen genauen Termin).

      lg Jonas

  2. Cynthia schreibt:

    Hallo Jonas,
    ich finde die Rezension ist dir echt gut gelungen, aber ich wollte nur noch sagen dass sie Sloane und nicht Loane heißt. :))

    • Jonas schreibt:

      Hallo Cynthia, upps das war wohl ein Tippfehler, danke für den Hinweis! Nichtsdestotrotz das Buch war der absolute Hammer :-)!

  3. Björn schreibt:

    Die Idee klingt interessant. Aber wie glaubwürdig klingt eine solche Geschichte auf den ersten Blick? Da bin ich einfach nicht wirklich überzeugt von. :)

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