Extinction – Kazuaki Takano

extinctinoIst die nächste Stufe der Evolution das Ende von uns allen?

Klappentext: Jonathan Yeager wird im Auftrag der amerikanischen Regierung in den Kongo geschickt. Bei einem Pygmäenstamm sei ein tödliches Virus ausgebrochen. Die Verbreitung muss mit allen Mitteln verhindert werden. Doch im Dschungel erkennt Yeager, dass es um etwas ganz anderes geht: Ein kleiner Junge, der über unglaubliche Fähigkeiten und übermenschliche Intelligenz verfügt, ist das eigentliche Ziel der Operation. Kann es sein, dass dieses Geschöpf die Zukunft der Menschheit bedroht? Yeager weigert sich, das Kind zu töten. Er setzt alles daran, den Jungen in Sicherheit zu bringen. Eine gnadenlose Jagd auf die beiden beginnt.

Meine Meinung: Ich war gerade mit meiner Freundin Debbie in Hamburg unterwegs (wir hatten uns das Musical „Der König der Löwen“ angeschaut), als ich das Buch am Bahnhofs-Buch-Laden gekauft hatte. Cover und Inhalt haben mich sofort angesprochen und haben meine Neugier geweckt. Mit großem Interesse habe ich mich durch die Seiten gelesen und merkte schon bald, dass Extinction von Kazuaki Takano wahnsinnig spannend und sehr gut recherchiert ist.

 Seite 437: „Die Welt ist schön, dachte Yeager. Aber auf derselben Welt lebt auch das Monster namens Mensch.“

Das Buch hat drei zentrale Handlungsorte: Japan, den Kongo und die USA. Die sehr spannende Geschichte durchleben wir dabei aus mehreren Perspektiven:

Kento Koga: der Japaner tritt in die Fußstapfen seines Vaters und versucht ein Heilmittel gegen eine bisher unheilbare Krankheit zu finden. Doch während seiner Arbeiten stößt er auf immer geheimnisvollere Dinge & Fakten und begibt sich und seine Freude somit in Lebensgefahr.

Jonathan Yeager: Jonathan Yeager wird mit ein paar anderen Kämpfern für die geheime Mission im Kongo ausgewählt und findet sich dann schon bald mit seinen Gefährten in einer Zwickmühle wieder, soll er seinem Herz folgen oder Verrat am Vaterland begehen? Die Zeit läuft ihm davon, denn sein Sohn liegt im Sterben …

Arthur Rubens: Der Mathematiker und Kriegspsychologe Rubens betreut die Mission im Kongo und ist ein hoher Berater für die vielen anderen Parteien (Präsident, CIA, NSA). Er plant die nächsten Schritte und versucht die Mission endlich zum Abschluss zu bringen. Für welche Seite schlägt sein Herz wirklich?

Ich will auch gar nicht mehr zu den einzelnen Charakteren erzählen, sonst verrät man zu viel. Soviel vorab: jeder Charakter hat seine Beweggründe und wird sehr gut in die Geschichte integriert. Es hat mir sehr gut gefallen, dass es mehrere Handlungsstränge und somit Sichten gibt, von denen mehrere geschickt am Ende zusammengeführt werden. Die Perspektivenwechsel sind manchmal mitten im Kapitel, was ich aber nicht als störend empfand. Jeder Handlungsstrang hatte für mich seinen Reiz und der einfache aber spannende Schreibstil des Autors hat mir sehr gut gefallen.

Seite 213: „Bringen Sie Menschen bei, dass ihre Gegner moralisch unterlegene Barbaren sind, und Sie erleben ein Gemetzel im Namen der Gerechtigkeit.“

Was mir jedoch am Besten an diesem Buch gefallen hat, war die sehr kritische Art und Weise, wie über Amerika und die Welt an sich geurteilt wird. So spricht der Autor teilweise sehr unschöne Themen und Theorien an wie zum Beispiel: Auftragsmorde durch die Regierung, Folterung amerikanischer Gefangener im Ausland (Syrien, Usbekistan), gezieltes Einsetzen von Krankheitserregern und das Herbeiführen von Epidemien und Seuchen. Neben dem ist noch die Rede von der totalen Überwachung von Telefon / Internet / Mobilfunk, die wir ja, wie wir wissen, definitiv schon haben. Auch False-Flag Operationen sind dem Autor Kazuaki Takano nicht gänzlich unbekannt, neben dem gibt er einen guten Einblick in das amerikanische Militär, das FBI und die amerikanischen Nachrichtendienste.

Seite 417: „Wir finden niemals absoluten Frieden, weil in jedem von uns die feste Überzeugung wohnt, der „Andere“ sei gefährlich.“

Ungeschönt zeigt Extinction auf, wie knallhart die aktuelle Kriegsführung in unserer Zeit ist und funktioniert. Sehr gut recherchierte Wahrheiten, kombiniert mit ein klein wenig Science Fiction und viel Spannung sind das beständige Konstrukt von Extinction, welches mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hatte.

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