Incarceron – Fliehen heißt sterben

A1VOclnPPgL._SL1500_Incarceron ist ein gewaltiges Gefängnis. Sein Inneres besteht aus gigantischen Metallwäldern, verfallenen Städten und endlosen Weiten. An diesem Ort gibt es weder Freundschaft noch Vertrauen – und es gibt keine Hoffnung auf Entkommen. Doch der junge Häftling Finn hat eine Verbindung zur Welt außerhalb, zu Claudia, der Tochter des Gefängnishüters. Sie ist Finns einzige Chance, aus Incarceron auszubrechen, und er wiederum ist Claudias letzte Hoffnung, dem goldenen Käfig ihres eigenen Lebens zu entfliehen. Doch Finns und Claudias größter Feind ist Incarceron selbst, das seine Insassen wie ein hungriges Raubtier belauert. Denn dieses Gefängnis lebt … (Klappentext von www.randomhouse.de )

Meine Meinung: Das Buch beginnt mitten im Geschehen und entführt den Leser gleich in die düstere Gefängniswelt von Finn und seinen Freunden. Kurze Zeit später kommt das erste Kapitel aus Claudias Sicht und es folgt ein abrupter Stilwechsel, welche in meinen Augen die wahren Highlights in diesem Buch sind. Der Einstieg ins Buch war für mich persönlich nicht ganz einfach, da mich die vielen technischen Gegenstände (z.B. zum Falten wegmachen) in dieser scheinbar mittelalterlichen Epoche sehr verwirrt hatten. Doch nach den ersten 80 Seiten ist auch dieses (echt einzigartiges) Geheimnis gelüftet und das Buch zog mich immer weiter in dessen Bann. Zu keinem Zeitpunkt trat Langeweile beim Lesen auf. Incarceron ist für mich eine gute Fantasy-Dystopie mit hochmodernen technischen Gegenständen in einer nachgespielten idealisierten Vergangenheit. Das Ende des Buches konnte mich zufrieden stellen und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung „Sapphique“, die hoffentlich bald in den Startlöchern steht.

Charaktere: Die Charaktere aus Incarceron sind sehr gut ausgearbeitet und durchdacht. Von Anfang an fand ich den männlichen Hauptcharakter Finn sehr sympathisch und konnte mich gleich mit ihm identifizieren. Auf der Suche nach der eigenen Identität versucht der junge Dieb Finn aus Incarceron auszubrechen. Auch Claudia, die Tochter des Gefängnishüters überzeugt den Leser mit ihrer rebellischen und zugleich auch abenteuerlichen Art. Mit ihrem Meister versucht sie eine Verbindung zu Incarceron herzustellen und das System auszuhebeln.

Stil & Aufbau: Die Geschichte wird aus mehreren Sichten erzählt und geschildert, so verfolgt man einerseits das Geschehen rund um Incarceron, dem Gefängnis indem Finn und seine Freunde ums Überleben kämpfen. Anderseits liest man von der frohen Schein-Idylle außerhalb Incarcerons, in der Claudia versucht die Wahrheit und Geheimnisse Incarcerons zu lüften. Die Wechsel zwischen Finns und Claudias Sicht passieren oft mitten im Kapitel, was ich jedoch sehr gut finde und der Geschichte eine gewisse Dynamik verleiht.

Fazit: Incarceron glänzt durch ein außergewöhnliches Mittelalter-Setting in der fernen Zukunft, welches durch liebevolle Charaktere und einer einzigartigen Story den Leser überzeugt und dessen Vorfreude auf Band 2 „Sapphique“ steigert.

4Federn

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