Das Schicksal ist ein mieser Verräter – John Green

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Quelle: hanser-literaturverlage.de

Vor Kurzem habe ich das Buch Das Schicksal ist ein mieser Verräter fertig gelesen und das Buch hat mich echt sehr beeindruckt und mir fällt es wahnsinnig schwer, für dieses Werk die passenden Worte zu finden.

Hazel, eine 16-Jährige Jugendliche mit Krebs will auf keinen Fall wegen ihrer Erkrankung bemitleidet werden und findet die Selbsthilfegruppe, die sie regelmäßig besuchen muss, wahnsinnig schrecklich. Eines Tages jedoch lernt sie durch genau diese Selbsthilfegruppe den klugen, wunderschönen und schlagfertigen Gus kennen. Die Beiden lieben Literatur, Musik und lernen sich immer besser kennen und merken, dass dies mehr als nur eine normale Freundschaft ist.

Allgemeines: Das Schicksal ist ein mieser Verräter ist ein sehr mitreisendes, berührendes und vor allem tiefgründiges Buch. Vom Anfang bis zum Ende hat mich der Roman tief beeindruckt. Anfangs wird man in die Welt von Hazel und ihrem Problem (dem Krebs) eingeführt und lernt auch die anderen Charaktere und deren Wehwehchen kennen. Trotz des eigentlich immer präsenten tragischen Themas schafft es der Autor, den Leser auch zum Lächeln zu bringen. Die Geschichte von Hazel und Gus kann der Leser nur gespannt verfolgen, den trotz der immer wieder erschütternden Ereignisse, gibt es eine romantische Liebesgeschichte, die den Leser emotional ergreift, fesselt und bis zum Ende nicht mehr loslässt.

Stil & Aufbau: Die komplette Handlung wird aus der Sicht von Hazel geschildert und durchlebt. John Green bringt durch seinen poetischen Schreibstil den Leser zum Grübeln und es tauchen immer wieder Textstellen auf, die einem zum Nachdenken bringen. Diese Tiefgründigkeit hat mir sehr gut an dem Roman gefallen. Der Autor beherrscht sein Handwerk wirklich sehr gut und ich finde es sehr lobenswert, dass sich John Green an solch ein Thema herangetraut hat und dieses auch noch so wunderbar wahr und real aufs Papier gebracht hat.

Charaktere: Die Charaktere sind sehr lebhaft, gut durchdacht und der Autor gewährt dem Leser auch einen tiefen Einblick in die Gedanken und Gefühle von Hazel. Die Hauptpersonen sind keine 0815-Charaktere, sondern echte Menschen, mit echten (nachvollziehbaren) Problemen und Gefühlen. Im Laufe des Buches kann man sich wirklich sehr gut in die Charaktere und deren Gedanken hineinversetzen, fiebert, lacht, weint und trauert mit ihnen mit. Wirklich toll.

Fazit: Mit Das Schicksal ist ein mieser Verräter hat John Green ein sehr mitreißendes, berührendes und tiefgründiges Werk erschaffen. Es bringt zum Nachdenken, Grübeln, Weinen und Lachen. Das Buch machte mir wieder einmal klar, dass nicht die materiellen Dinge, mit der wir unsere innere Leere und Einsamkeit füllen, wichtig sind. Es ist der Blick fürs Detail, die Liebe und die Gesundheit, die unser Leben lebenswert machen. Wunderschön. Wunderschön traurig.

 

Bewertung: 5 von maximal 5 Federn.

BETA – Rachel Cohn

www.randomhouse.de

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Im Rahmen einer Lovely-Books-Leserunde hatte ich die Möglichkeit BETA von Rachel Cohn zu lesen. Das war meine erste Leserunde und mir hat es echt sehr viel Spaß gemacht und ich werde definitiv versuchen, noch öfter an Leserunden teilzunehmen. Dankeschön.

Inhalt: Elysia ist ein Klon und lebt als Dienerin auf der Insel Demense. Sie stammt von ihrer First ab, dem toten Menschen dessen Klon sie nun ist. Sie ist ein BETA-Klon, ein Testexperiment. Ihr einziger Zweck ist es ihren Besitzern zu dienen, ohne Ausnahme. So ist Elysia programmiert. Doch allmählich merkt sie, dass irgendetwas schief gelaufen ist. Sie fühlt, sie lebt und sie ist auf jeden Fall anders und will ihrem eigentlichen Schicksal, für immer zu dienen, entfliehen.


rightEinstieg: Der Einstieg ins Buch ist mir relativ leicht gefallen. Die Autorin beschreibt sehr bildhaft die Insel und dessen Bewohner. Trotzdem hätte ich mir sehr gewünscht, dass es bereits anfangs mehr Action, Story und Spannung gibt. Den davon bekommt der Leser größtenteils viel zu wenig.


timerDer Verlauf: Der Verlauf des Buches ist relativ unspektakulär. Anfangs erhält man eine Einführung in die Welt Demense, die wunderschöne Insel, auf der Elysia mit ihren Besitzern lebt. Größtenteils liest man vom unspektakulärem, meistens gefühlslosen Alltagsleben von Elysia und ihren Freunden. Hin und wieder wird der Leser mit schönen, plötzlichen Storywendungen überrascht, die jedoch dann binnen 2-3 Sätzen wieder erledigt sind und dessen Potenzial definitiv nicht ausgenutzt wurde. Schade eigentlich. Trotz der Tatsache, dass das Buch zu 2/3 relativ schwach und mehr wie eine Einführung in die Welt von Demense ist, entwickelt es sich zum Ende hin noch zum Positiven. Die Ereignisse überschlagen sich nahezu, alles passiert Schlag auf Schlag und man liest gespannt die knapp 100 letzten Seiten und wird dann mit einem riesengroßen Cliffhanger und einem leider fertig gelesenen Buch zurückgelassen.


usersCharaktere: Die Charaktere sind zu beginn sehr leblos, was ich jedoch nicht als Vorwurf nennen möchte. Schließlich ist dies im Rahmen der Handlung normal, dass die BETAS nicht richtig fühlen können und dies sich erst im Laufe des Buches entwickelt. Trotzdem fand ich die Einstellung von Elysia (Hauptcharakter) teilweise echt sehr ungewöhnlich und nicht wirklich nachvollziehbar.


notepadSchreibstil: Der Schreibstil der Autorin ist sehr lebhaft und so ließ sie vor meinem Auge immer die wunderschöne, perfekte Insel Demense mit ihrer vollkommenen Schönheit erscheinen. Rachel Cohn erschafft eine wunderschöne Welt, mit wahnsinnig tollen technologischen Entwicklungen und lässt Stück für Stück auch die Schattenseite der Insel durch.


favouritesPositiv: Das Ende ist definitiv sehr gut geschrieben und ich würde am Liebsten die Reihe mit dem zweiten Band fortsetzen, um endlich zu erfahren, wie es mit Elysia und allen Anderen weitergeht. Außerdem hat mir sehr gefallen, dass die Autorin auch Tabuthemen in dem Buch behandelt, was sich wahrhaft nicht jeder Jugendbuchautor traut.


error Negativ: Bemängeln muss ich leider den Verlauf der Geschichte, da das Buch bis zur Hälfte echt sehr langatmig geschrieben ist. Die meiste Zeit liest man von Elysas Alltagsleben auf der Insel. Hier hätte das Potenzial für einige Szenen wirklich mehr ausgenutzt werden müssen, Platz dafür wäre auf jeden Fall gewesen. Doch ich denke dieses Manko wird die Autorin im zweiten Band definitiv ausmerzen.


statisticFazit: Beta ist zu Beginn ein sehr langatmiges Buch, bei welchem die Autorin gegebenes Potenzial leider nicht immer ausgenutzt hat, jedoch zum Ende hin den ersten Teil der Tetralogie zu einem guten Abschluss bringt. Ich bin gespannt und freue mich schon auf den zweiten Teil. Bewertung: 4 von maximal 5 Federn

 

 

Wispernde Schatten – Daniel Blythe

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www.carlsen.de

Miranda, eine zwölfjährige Jugendliche aus London, hat Albträume. Träume von einem Schatten, der sie jede Nacht erschauern lässt. Nach dem Miranda mit ihrem kleinen Bruder Trüffel und ihrer Mutter von London nach Firecroft Bay gezogen ist, muss sie sich ständig mit Albträumen plagen. Firecroft Bay ist ein recht ödes, langweiliges Plätzchen mit vielen Senioren. Seit sie hier sind, leben sie in einem alten Steingebäude, welches früher einmal das Pfarrhaus gewesen war. Doch Miranda glaubt, dass es kein Zufall ist, dass sie sich ständig mit dunklen Träumen rumplagen muss. In Firecroft Bay schlummert ein dunkles Geheimnis und genau dieses versucht Miranda mit ihren neuen Freunden herauszufinden.

Allgemeines: Meiner Meinung nach ist Wispernde Schatten von Daniel Blythe ein ausgezeichnetes Buch für junge Jugendliche im Alter von 10-13 Jahren. Mir hat das Buch prinzipiell sehr gut gefallen, wobei ich sagen muss, dass es wirklich für junge Jugendliche geschrieben ist und älteren Lesern das Buch höchstwahrscheinlich nicht so zusprechen wird. Anfangs fand ich es relativ schwer, mich in das Buch reinzufinden, da der Schreibstil sehr jugendlich ist: kurze Sätze, viel wörtliche Rede und sehr junge und teenagertypische Charaktere. Doch nach den ersten 50 Seiten kommt man auch als Erwachsener allmählich in die Story rein und liest gespannt von Seite zu Seite. Meine persönlichen Highlights des Buches waren definitiv die Träume von Miranda, da diese sehr spannend, mitreißend und auch leicht verstörend geschrieben sind und durchaus auch Erwachsene überzeugen. Manchmal hätte ich mir einfach mehr Erklärungen gewünscht, denn teilweise werden Probleme und Hindernisse einfach mal so Zickzack überwunden und aus dem Weg geschafft. Wispernde Schatten ist für mich wie eine spannende, mystische Version von den Pfefferkörnern oder den fünf Freunden. Wäre ich noch 11/12, so würde Wispernde Schatten wohl möglich mein neues Lieblingsbuch sein, garantiert.

Stil & Aufbau: Das Buch ist in viele Kapitel geteilt, welche wiederum in verschiedene Handlungsorte eingeteilt sind. So liest man ein paar Seiten und es kommt zu einem Ortswechsel, welcher fett gedruckt angekündigt wird. So wechseln die Handlungsorte in einem Kapitel mehrmals, wobei die Anzahl der verschiedenen Orte im Rahmen bleibt und man dadurch nicht unnötig verwirrt wird. Das Buch ist sehr einfach, jedoch spannend genug geschrieben, um auch erwachsene Leser für ein paar Stunden an das Buch zu fesseln.

Charaktere: Die Charaktere kann man an zwei Händen abzählen und sind gut in die Handlung integriert. Hin und wieder erfährt man auch ein bisschen Background-Story zu den einzelnen Personen. Besonders bei den Charakteren merkt man, dass Wispernde Schatten ein Buch für junge Jugendliche ist. Die Charaktere gleichen eher den fünf Freunden, den TKKG und den unzählig vielen anderen Jugend-Detektiven, die mit hoch-technischer aber auch herkömmlicher Ausrüstung ihre Abenteuer beschreiten und jedes noch so große Hindernis ohne nennenswerte Komplikationen überwinden, um den Bösen in der Welt letztendlich Garaus zu machen. Für mich persönlich nichts Besonderes, für die jungen Leser absolut zufriedenstellend und begeisternd.

Fazit: Wispernde Schatten ist ein sehr gutes Buch für junge Teenager, welches trotz des jugendlichen Schreibstils auch Erwachsene begeistern kann. Mit viel Spannung und Mystik ist Wispernde Schatten eine Mischung aus TKKG, The Ring und X-Factor – das Unfassbare. Eine klare Kauf- und Leseempfehlung für alle jungen Leser! Bewertung: 4 von 5 Federn.

 

 

Das Lied von Eis und Feuer 3 & 4 – A Clash Of Kings

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randomhouse.de/blanvalet

Im Deutschen wurde A Clash of Kings (englischer Originaltitel) in zwei Bände aufgeteilt. Der Thron der sieben Königreiche (Band 3) und Die Saat des goldenen Löwen (Band 4) sind die beiden Teile der Das Lied von Eis und Feuer-Reihe. Zusätzlich zu den beiden Büchern, habe ich vor Kurzem die zweite Staffel Game Of Thrones angeschaut, welche die Inhalte der beiden Bände in aller seiner Gewalt, Fantasie, Grausamkeit und Schönheit darstellt. Ich persönlich fand es als sehr unterstützend, neben den Büchern auch zusätzlich die Serie anzuschauen. Doch jetzt zum eigentlichen Thema, nämlich die Bücher und wie sie mir gefallen haben. Bitte nicht weiterlesen, wenn ihr die ersten zwei Bände noch nicht gelesen oder die erste Staffel von Game Of Thrones noch nicht gesehen habt. Bis auf die Ausgangssituation ist diese Rezension spoilerfrei und es wird nichts Konkretes über die Handlung der beiden Bände verraten.

Vorab: Ich rezensiere nicht beide Bände einzeln, weil das schlicht und einfach nahezu unmöglich ist und es weitaus mehr Sinn macht, die beiden Bände als einen zu betrachten, schließlich war das ursprünglich vom Autor auch so gedacht. Es folgt eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse der ersten zwei deutschen Bänden, eine kleine Ausgangssituation:

Ausgangssituation: Eddard Stark ist tot, geköpft.  Stannis erklärt sich zum König von Westeros, Renly ebenfalls. Robb wird von den Lords des Nordens zum König des Nordens ernannt und hält Jaime Lennister gefangen, während Jon Schnee mit ersten Untoten auf der Mauer kämpft. Khal Drogo stirbt und Khaleesi begleiten nun drei kleine Drachen, die Sie zur Königin der Drachen machen. Fragen über Fragen, die eine Antwort verlangen.

Handlung & Inhalt: Die Handlung schließt nahtlos an die beiden Vorgänger-Bände an. Nachdem Robb Stark von den Lords des Norden zum King Of The North ernannt wurde, führt dieser weiter seinen bitteren Krieg gegen die Königsfamilie Lennister fort, um den Tod seines Vaters zu rächen, seine Familie zu beschützen und zusammenzuführen. Die Männer der Nachtwache erkunden die Gebiete hinter der Mauer, um die Wildlinge aufzuspüren und Geheimnissen auf den Grund zu gehen. Daenerys hingegen sucht Verbündete, um nach Westeros überzusetzen und ihr das zu holen, was ihr zusteht. Der eiserne Thron.  Doch nicht nur Daenerys erhebt Anspruch auf den Thron, den auch Renly und Stannis wollen nach Königsmund. So kommen sich die einzelnen Könige von Westeros in die Quere und leiten alle Mittel in die Wege, um ihren Anspruch auf den Thron durchzusetzen. Währenddessen ist Sansa immer noch am königlichen Hofe, während Aria außerhalb der Mauern von Königsmund ihren Weg nach Norden fortsetzt, um zurück zur Burg Winterfell zu gelangen, welche von ihrem kleinen Bruder Bran Stark geführt und gehalten wird.

Allgemeines: Was soll ich hierzu noch großartig sagen. Wer die Rezension zu den bisherigen Teilen der Reihe gelesen hat, weiß, dass George R.R Martin mit seinem lebhaften, detailgenauen und tollen Schreibstil eine richtig wunderbare Fantasy/Mittelalter-Welt erschafft, die einem richtig in den Bann zieht. Also wie gewohnt: gute Qualität, tolle Charaktere und tolle Handlungen. Doch was genau hat mir an den beiden Büchern, die eigentlich ein Buch sind, so gefallen?

band 3

randomhouse.de/blanvalet

Prinzipiell fand ich alle Handlungsstränge gut durchdacht und schön zum Lesen. Besonders gut gefiel mir der Handlungsstrang von Arya, die auf ihrer Flucht von Königsmund nach Winterfell einen sehr außergewöhnlichen neuen Charakter kennenlernt. Zumindest ich konnte diesen neuen Charakter nicht durchschauen und bei seiner Auflösung, habe ich echt gestaunt. Auch Bran lernt neue, tolle Freunde kennen und es kommt das erste mal ein bisschen Magie in der Reihe vor, welche jedoch mehr oder weniger verborgen und inaktiv bleibt. Auch Theon bekommt in diesen beiden Bänden seine Rolle und überzeugt mit tollem Handlungsstrang und schockierenden Momenten. Khaleesis und Jon Schnees Handlungen nehmen erst später richtig Fahrt auf, haben jedoch auch sehr tolle Highlights. Lediglich die Handlungen von Robb, Caetelyn und Sansa kommen nur schwer in Fahrt und sind weniger spektakulär, jedoch auch wunderbar geschrieben. Tyrion bringt den Leser wie gewohnt mit seiner klugen und lustigen Art zum Lachen, während Stannis immer noch kein Lächeln über die Lippen bringt.

Gegen Ende des Buches laufen einige Handlungsstränge in einem grandiosen Finale zusammen, doch so ziemlich jeder Charakter hat noch seinen eigenen (kleinen oder großen) Cliffhänger, nachdem man die letzte Seite gelesen und das Buch zugeschlagen hat.

Charaktere:  Wie auch in den Vorgängern liest man jedes Kapitel aus der Sicht eines anderen Charakters. Auch in diesen beiden Bänden gibt es eine Vielzahl von Handlungssträngen. So durchlebt man das Geschehen auf dem Königshof mal aus der Sicht von Tyrion, einander mal aus der Sichtweise von Sansa Stark.  Natürlich liest man auch von anderen Charakteren, so gibt es insgesamt folgende Handlungsstränge und Kapitel-Charaktere, aus dessen Sicht die Handlung geschildert wird: Sansa, Tyrion, Caetelyn, Davos, Bran, Jon , Theon, Daenerys und Arya.

Man findet hier gewohnte Qualität vor: die Charaktere sind gut durchdacht, nicht Standard und 0815. Sie sind einzigartig, untypisch, brutal, magisch, liebevoll, hinterhältig und und und … Natürlich hat jeder Leser seine persönlichen Lieblingscharaktere, jedoch ist das nicht auf eine schlechte Schreibweise der anderen Charaktere zurückzuführen. Manche Personen sind einem halt sympathisch, wohingegen man andere bis aufs Blut nicht ausstehen kann. Die Welt und die Charaktere, die der Autor George R.R. Martin hier geschaffen hat, ist echt unglaublich. Ich wage zu behaupten, dass man eine solche Vielfalt an gut durchdachten Charakteren, die alle schlüssig und gut in die Handlung integriert sind, nur hier in der Das Lied von Eis und FeuerReihe finden wird.

Fazit: Eine sehr gelungene, spannende und mitreißende Fortsetzung der Reihe. Die Bücher leben von den vielen Schock- und WOW-Momenten und diesbezüglich wird der Leser nicht enttäuscht. Besonders die erste Präsenz von Magie gibt dem Leser nun einen weiteren Kick. Komplex. Gut durchdacht. Erschreckend und Schön. Packend und mitreißend. Das Lied von Eis und Feuer, ein wahres Meisterwerk der Literaturgeschichte. Bewertung: 5 von maximal 5 Federn.

 

Vollendet – Neal Shusterman

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sauerlaender.de

Vollendet ist der erste Thriller eine Thriller-Trilogie von Neal Shusterman und erschien 2012 im Sauerländer-Verlag. Vollendet erzählt die packende Geschichte von drei Jugendlichen, die kurz vor Ihrer Umwandlung stehen. Die Umwandlung ist eine Möglichkeit für Erziehungsberechtigte, Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren nachträglich abzutreiben. Diese Umwandlung findet in sogenannten Ernte-Camps statt, auf denen die Körper in dessen Einzelteile zerlegt und an zahlungswillige Kunden verkauft werden. Der Vorgang ist garantiert schmerzfrei und du lebst in all deinen Einzelteilen weiter.

Connor, Risa und Lev sollen nachträglich abgetrieben werden. Solche Personen nennt man Wandler. Doch die drei Jugendlichen finden eine Möglichkeit auf dem Weg zum Erntecamp zu fliehen, lernen einander kennen und werden eine kleine Gemeinschaft. Eine kleine Gemeinschaft, die zusammen gegen das System der „Umwandlung“ ankämpft, und versucht es zu stürzen.

Allgemeines: Vollendet von Neal Shusterman ist ein sehr spannendes und vor allem mitreißendes Buch. Einzig und allein die Idee der Umwandlung, macht das Buch für mich wahnsinnig interessant und spannend. In den ersten 50 Seiten werden die drei Hauptcharaktere eingeführt und dessen Schicksale dem Leser näher gebracht. Jeder von ihnen hat eine eigene packende Geschichte, welche klar macht, wie es denn dazukommen konnte, dass die Erziehungsberechtigten die Umwandlungserklärung unterschrieben und somit das Schicksal des Jugendlichen beschlossen hatten. Im Laufe des ersten Drittels finden die drei Charaktere zueinander und kämpfen gemeinsam gegen das System an. Doch auch die Wege von Connor, Risa und Lev ändern sich mehrmals und man fiebert dauerhaft mit den Charakteren mit und gewinnt diese lieb. Zuviel will ich vom Inhalt nicht verraten, den der Roman garantiert ein riesen Haufen Spannung, Gefühl und Angst, die ich euch nicht vorab nehmen möchte.

Stil & Aufbau: Das Buch ist in viele einzelne Kapitel aufgeteilt und wird aus der Sicht von den drei Hauptcharakteren geschildert. So liest man mal aus der Sicht von Lev, ein andermal aus der Perspektive von Risa und Connor. Hin und wieder liest man auch aus der Sicht von weniger wichtigen Nebencharakteren, wie zum Beispiel aus der Sichtweise eines Polizisten, einer Lehrerin oder einer verzweifelten Mutter. Diese Kapitel runden jedoch den positiven Gesamteindruck gut ab und stellen das Geschehen von Vollendet noch besser und umfassender dar.

Charaktere: Neal Shusterman hat mit Connor, Risa und Lev drei wunderbare, einzigartige und besondere Charaktere erschaffen und überzeugt mit tollen Backgroundstorys, packenden Nebengeschichten und sensationellen Nebencharakteren, welche in manchen Momenten mehr glänzen als die Hauptcharaktere selbst. So hat mich die packende Geschichte von Cy und die tollen Bilder, die der Autor hier in meinem Kopf erzeugt hat, sehr beeindruckt und mitgenommen. Zusammenfassend kann man sagen, dass Neal Shusterman hier richtig gute Arbeit geleistet hat und die Charaktere wahnsinnig toll und einzigartig sind.

Übrigens: Constantin hat sich die Filmrechte zu Vollendet gesichert und ich bin richtig gespannt, wie der Roman als Film umgesetzt wird, und freu mich schon auf die ersten Bilder vom Filmset.

Fazit: Mit Vollendet hat Neal Shusterman einen packenden, schockierenden und vor allem spannenden Jugendthriller geschaffen, welcher mit tollen Charakteren, einzigartiger Story und tollen Bildern glänzt. Cy-Ty würde sich sicher freuen … Ein richtig guter Jugendthriller! 5 von 5 Federn.