Ready Player One – Ernest Cline

readyplayerone

Quelle: randomhouse.de

Wer online stirbt, ist wirklich tot! Im Jahr 2044 hat die reale Welt für Wade Watts nicht mehr viel zu bieten. Daher flieht er – wie die meisten Menschen – in das virtuelle Utopia von OASIS. Hier kann man leben, spielen und sich verlieben, ohne von der bedrückenden Realität abgelenkt zu werden. Da entdeckt Wade in einem Online-Game den ersten Hinweis auf einen unsagbar wertvollen Schatz, den der verstorbene Schöpfer von OASIS in seiner Cyber-Welt versteckt hat. Plötzlich ist Wade eine Berühmtheit, aber er gerät auch in das Visier eines Killerkommandos – in OASIS und in der Realität. Wade weiß, dass er diese mörderische Hetzjagd nur überleben kann, wenn er das Spiel bis zu seinem ungewissen Ende spielt! Quelle: Klappentext

Allgemeines: Zu Beginn der Geschichte von „Ready Player One“ wird man in die trübe und zerstörte Welt von Wade gerissen, welcher mit seiner Tante und seinem Onkel in einem Wohnwagenblock lebt. Die Zustände sind katastrophal, denn sogar das Essen können Sie sich nur aufgrund von Lebensmittelscheinen leisten. Der Charakter war mir von Anfang an sympathisch und schon bald befand sich auch der Leser im einzigen Rückzugsort für Wade: die OASIS. Während des Lesens musste ich immer über die rießen Ausmaße der OASIS staunen – besonders die (nerdigen) Rätsel um den versteckten Schatz des verstorbenen Spieleschöpfers waren sehr gut inszeniert und in die Haupthandlung integriert. Die Jagd um den millionenschweren Schatz wird immer gefährlicher für die Charaktere und so stieg die Spannung konsistent bis zum Ende immer weiter an. Das Buch war an keiner Stelle langatmig bzw. langweilig und kann ich jedem Fan von jugendlicher Fantasy/SciFi-Literatur empfehlen.

Charaktere & Aufbau: In Ready Player One dreht sich die Geschichte hauptsächlich um den Protagonisten Wade (Oasis-Name: Parzival) und seine Konkurrenten aber teilweise auch Freunde. Interessant ist vor allem auch die Tatsache, dass das Geschehen des Öfteren in zwei Welten abläuft – so müssen sich die Jäger nicht nur online vor den IOI-Mitarbeitern schützen, sondern auch offline werden die Hauptcharaktere von den bösen Machenschaften des IOI-Konzerns beeinflusst und unterdrückt.

Welt: Das gigantische an Ready Player One ist, dass im Gegensatz zur verkommenden und am Ende stehenden realen Welt, dem OASIS-Universum keine Grenzen gesetzt sind. Besonders diese Gegensätze haben mir beim Lesen von Ready Player One sehr gut gefallen. Während in der Realität alles den Bach runtergeht und die Leute nur noch in alten, klapprigen Wohnmobilen wohnen, strotzt die OASIS-Welt nur so vor Fantasie, Ideenreichtum und Genialität. Während man gestern noch in Azaroth (WoW) unterwegs war, so können sich die Charaktere am nächsten Tag bereits beliebig in jede andere Videospiel-, Film- oder Buchwelt teleportieren und dort Aufgaben erledigen und Abenteuer erleben. Einfach nur gigantisch!

Fazit: Mit Ready Player One hat Ernest Cline eine Jagd eröffnet, die nicht nur virtuell seine Opfer fordert und den Leser in eine (Videospiel)-Welt voller Rätsel, Spannung und Gefahren führt. Ein sehr fesselndes Leseerlebnis für jeden Fan von jugendlicher SciFi-Literatur.

5Federn

9 Kommentare

  1. Kay schreibt:

    Hallo Jonas,

    es ist auf jeden Fall eine besondere Geschichte. Schön, dass dir das Buch auch so gut gefallen hat! Man kann es gut aus der Rezi lesen :-)

    LG

    Kay

    • Jonas schreibt:

      Hallo Kay,

      ohja es hat mich echt wahnsinnig fasziniert und ich fand ja auch schon Erebos wahnsinnig Klasse. Poznanski ist ja generell –> mega! Aber freu mich auch schon auf den neuen Roman von Ernest Cline (dauert aber noch, bis der nach DE kommt). Ist aber auch wieder ziemlich nerdig …

      lg Jonas

  2. Kaugummiqueen schreibt:

    Hallo Jonas,
    ich fand das Buch damals aus sehr gelungen und es hat mich zum Nachdenken angeregt. Wie du fand auch ich Wade sehr sympathisch (und vor allem ungewöhnlich) als Protagonisten und auch die Tatsache, dass die Handlung in zwei verschiedenen Welten spielte und man nie so genau wusste, wem man vertrauen konnte, sorgte dafür, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die nerdigen Rätsel und Insider-Witze und das Insider-Wissen war wirklich super eingebaut.
    Insgesamt eine tolle Rezension von dir zu einem tollen Buch :)
    Liebe Grüße, KQ

    • Jonas schreibt:

      Hallo KQ,
      vielen Dank für deinen lieben Kommentar! Ja da kann ich dir echt zustimmen, ein super Buch! Ich freu mich schon auf das nächste Buch von Ernest Cline – ist ja auch wieder nerdiges Setting :)
      lg Jonas

  3. Michael Petrikowski schreibt:

    In dem Roman ist viel Wissen über Konsolen und Computer sowie Videospiele, Musik und Filme der 1980er Jahre verarbeitet worden. Ich denke, dass du zu einer Generation gehörst, die diese Zeit nicht bewusst erlebt hat und eigentlich dürftest du an einigen Stellen des Romans wohl nicht die geringste Ahnung gehabt haben, worüber der Autor da geschrieben hat.

    • Jonas schreibt:

      Ich denke ich habe fast alles verstanden, selbst wenn nicht. Das Buch hat mich sehr gut unterhalten und ist primär auch für Jugendliche geschrieben, die selbstverständlich nicht aus den 80er Jahren sind ;-) lg Jonas

Schreibe einen Kommentar